Termine

25. Oktober 2022

17. November: Themenabend "Atmen"

Als Vorbereitung zur Exkursion in die Hamburger Kunsthalle zur Sonderausstellung „ATMEN“, lädt der Museumsverein im Schloss e. V. nicht nur alle Teilnehmer, sondern auch alle anderen Interessierten zu einem etwas anderen Abend in der Beletage um 19 Uhr:


Und nun atmen wir mal alle ganz tief durch
Was der Atem alles für uns tut - und was wir für ihn tun können.

 

Ein interaktiver Vortrag für mehr Lebensqualität von Diplom-Sängerin und Stimmtrainerin Daniela Bianca Gierok.

 

Die Sonderausstellung »Atmen« in der Hamburger Kunsthalle spannt einen großen Bogen über ein existenzielles Thema. Kunst und Gesellschaft, Geschichte und Weltpolitik werden unter dem Aspekt des Atmens betrachtet. In dem interaktiven Vortrag als Einstimmung zu diesem Ausflug des Museumsvereins nähern wir uns der Thematik auf einem ganz persönlichen Weg an und treten mit unserem Atem in Zwiesprache.

 

Denn unser Atem in all seinen Facetten begleitet uns tagein, tagaus: Vielleicht werden Sie am Reisetag eiligen Schrittes zum Bus laufen - Ihre Atemfrequenz steigt. Sie führen im Bus angeregte Gespräche mit Ihrem Sitznachbarn - Ihre Stimme strengt sich an, weil sie nicht genug vom Atem getragen wird. Der Bus muss unverhofft bremsen – bei diesem kleinen Schreck stockt Ihnen der Atem. Die Reise verläuft hernach friedlich, Sie haben Zeit zu entspannen und einen Moment die Augen zu schließen - Ihr Atem verlangsamt sich und kann sich um Ihre Zellatmung kümmern. Sie gehen durch die Ausstellung und kommen aus dem Staunen nicht heraus. Ihr Mund bleibt offen stehen – Ihr Atem fällt automatisch und mühelos in Sie hinein.

 

Voll automatisch...Gott sei Dank, werden Sie jetzt denken. Wir müssen uns gar nicht um unseren Atem kümmern. Die Atemsteuerung übernimmt das vegetative Nervensystem. Jeden Atemzug bewusst zu tun, wäre viel zu aufwändig. Aber der Atem und wir, das ist keine Einbahnstraße. Wir beeinflussen unbewusst ständig unsere Atmung durch Emotionen, Haltung, Lebensweise - und können auch entscheiden, unser Wohlbefinden durch bewusstes Atmen zu verbessern. Dieser Fakt ist spektakulär und birgt riesige Chancen für die Gesunderhaltung von Körper und Geist.

 

Warum das so ist und warum es so wichtig ist, ab und an das Kommando über unseren Atem zu übernehmen und ihn bewusst zu steuern, untersuchen wir im interaktiven Vortrag »Und nun atmen wir mal ganz tief durch...« Was tut unser Atem fortwährend für unsere körperliche und geistige Gesundheit? Und wie können wir ihn darin unterstützen? Sie lernen alltagstaugliche Atemübungen kennen, die Sie sofort umsetzen können, wo immer Sie gerade gehen, sitzen, sprechen oder stehen. So schnüren Sie Ihr ganz persönliches »Atemwissenspäckchen« und wandeln als »Atemprofi« durch die Ausstellung in Hamburg.

 

Eintritt: 

5 Euro

Museumsvereinsmitglieder frei

Artikel teilen

Aktuelles & Termine

30. Januar 2026
Donnerstag, 5. Februar 2026 um 18 Uhr in der Beletage ‚Weltbad‘ Das Image Bad Pyrmonts im Nationalsozialismus – Ein Vortrag von Marie Holtin (Universität Bremen) Begleitend zur großen Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus geht Marie Holtin (Universität Bremen) in ihrem Vortrag der Frage nach, mit welchem Image Bad Pyrmont in der Zeit des Nationalsozialismus beworben wurde. Inwiefern wurde der Kurort als scheinbar unpolitische ‚Heile Welt' inszeniert? Und in welchem Verhältnis stand dies zum politischen System und der nationalsozialistischen Ideologie? Als zentraler Wirtschaftszeug hatte der Fremdenverkehr für Bad Pyrmont stets eine hohe Bedeutung inne – wie sich dies im ‚Dritten Reich‘ verhielt und welche Bedeutung das Kurwesen und seine Imagebildung unter nationalsozialistischer Herrschaft hatten, das erfahren Sie im Rahmen des Vortrages. Eintritt: 5€, Museumsvereinsmitglieder frei
30. Januar 2026
Im Februar bietet das Museum im Schloss zwei öffentliche Kuratorenführungen durch die gerade neu eröffnete Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus an. Die Ausstellung beleuchtet erstmals die bis dato nur kaum erforschte Geschichte des Nationalsozialismus in der Kurstadt. Thematisiert werden dabei die historischen Ereignisse und Prozesse Bad Pyrmonts während der nationalsozialistischen Herrschaft. Dazu gehören etwa die politische Radikalisierung, die Machtübernahme mit politischer Gleichschaltung der Gesellschaft, die Rolle der lokalen NS-Elite, der Alltag der Bad Pyrmonter Bevölkerung, die Verfolgung politischer Gegner und religiöser Minderheiten, der Ausschluss jüdischer Menschen aus der rassisch konzipierten nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, Krieg und Zwangsarbeit. In den Führungen erfahren Sie von den Ausstellungsmachern Informatives, Überraschendes und Bewegendes zu Bad Pyrmont in der NS-Zeit. Die öffentlichen Führungen finden am 15. Februar um 11 Uhr und am 25. Februar um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist die Museumskasse im Schloss. Weitere Termine für öffentliche Führungen finden Sie hier.  Individuelle Führungen für Gruppen können jederzeit mit dem Museum vereinbart werden. Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studenten und Arbeitslose: 2 €; Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei) Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.
29. Januar 2026
18. Februar, 18 Uhr in der Beletage von Schloss Pyrmont ‚Weltbad‘ Das Image Bad Pyrmonts im Nationalsozialismus – Ein Vortrag von Marie Holtin (Universität Bremen) Die Geschichte jüdischer Menschen in Bad Pyrmont geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Mit ‚Machtübernahme' der Nationalsozialisten änderte sich das Leben vieler Bad Pyrmonter Juden: Boykotte jüdischer Geschäfte, Ausgrenzung aus dem öffentlichen Leben und die eskalierende Gewalt der Reichspogromnacht schlugen sich auch hier vor Ort nieder. Der Vortrag greift die Verfolgungsgeschichte jüdischer Menschen aus Bad Pyrmont auf und richtet den Blick vor allem auf die systematische, finanzielle Ausbeutung, die ‚Arisierung‘. Anhand ausgewählter biografischer Beispiele wird es in dem Vortrag darum gehen, in welchem Maße das NS-Regime jüdischen Menschen bereits vor der Deportation die Lebensgrundlagen entzog. Eintritt: 5€, Museumsvereinsmitglieder frei
27. Januar 2026
27. Februar, 18 Uhr in der Beletage von Schloss Pyrmont Lesung von Agnes Imhof "Die Kastanien an der Gracht – Miep Gies und das Tagebuch der Anne Frank" Begleitend zur großen Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus liest die Autorin Agnes Imhof aus ihrem Roman "Die Kastanien an der Gracht – Miep Gies und das Tagebuch der Anne Frank": 1942. Als Otto Frank seine Sekretärin Miep Gies um Unterstützung bittet, zögert sie keine Sekunde: Sie wird der Familie beim Untertauchen helfen. Eine Zeit der Ungewissheit in ständiger Angst beginnt und für Miep wird ihr besorgtes Herzklopfen zum täglichen Begleiter. Während die Familie Frank sich im Amsterdamer Hinterhaus versteckt, besorgt Miep heimlich Lebensmittel und leistet der Familie in den kommenden zwei Jahren Gesellschaft. Vor allem die wissbegierige Anne löchert die Helferin immer wieder mit Fragen und hält ihre Erlebnisse in ihrem Tagebuch fest. Doch Krieg und Überwachung machen es zunehmend schwerer, den brüchigen Anschein von Normalität zu wahren. Vor allem angesichts der Frage, die Miep umtreibt: Wie lange kann sie die Menschen, die ihr vertrauen, noch beschützen? Im Anschluss an die Lesung gibt es die Möglichkeit das Buch zu kaufen (€16) und signieren zu lassen. Eintritt: 5€, Museumsvereinsmitglieder frei
27. Januar 2026
Alte Briefe und Urkunden, die in unseren Schubladen schlummern, sind in Schriften geschrieben, die es heute so nicht mehr gibt und die kaum noch jemand lesen kann: Sütterlin und Kurrent. Am 3. März wollen wir uns gemeinsam mit Ihnen diesen alten Schriften zuwenden und versuchen sie zu entziffern. Von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr können Sie bei uns im Museum die Grundlagen der sogenannten Paläographie erlernen. Sind Sie daran interessiert, melden Sie sich bitte unter info@museum-pyrmont.de oder telefonisch unter 05281 606771 an. Haben Sie selber ein paar Schätze in Ihren Schubladen? Bringen Sie die gerne mit und wir schauen sie uns gemeinsam an. Teilnahmegebühren: 10 Euro Museumsvereinsmitglieder: 5 Euro
27. Januar 2026
Donnerstag, 5. März 2026 um 19.30 Uhr im Lindenhof (Griessemer Strasse 53) Das Tagebuch der Anne Frank Theaterstück für Menschen ab 14 Jahren Begleitend zu unserer Sonderausstellung freuen wir uns auf ein Gastspiel des jungen Theaters des Landestheater Detmold: »Bei allem, was ich tue, muss ich an die anderen denken, die weg sind. Und wenn ich wegen etwas lachen muss, höre ich erschrocken wieder auf und denke mir, dass es eine Schande ist, fröhlich zu sein. Aber muss ich denn den ganzen Tag weinen?« Das Tagebuch war für Anne Frank Ersatz für eine Freundin und Gesprächspartnerin. In dem engen Versteck vor den Nationalsozialisten ist es ein Ventil für ihre Sorgen und Ängste. In ihm spiegeln sich die politischen Geschehnisse sowie die Entwicklung eines Mädchens zur jungen Frau. »Das Tagebuch der Anne Frank« bleibt eines der eindringlichsten Dokumente der Judenverfolgung im Nationalsozialismus. Diese Veranstaltung wird von der Pyrmonter Theater Companie organisiert und unterstützt von den Stadtwerken Bad Pyrmont.