Die kommenden Ausstellungen
Jörg Engelhardt – Wild & Würdig
3. September bis 22. November 2026

Vom heiligen Pavian des alten Ägyptens bis zum Affengott Hanuman begleiten Affen die Menschheit seit Jahrtausenden als Sinnbilder von Würde, Weisheit und Mythos. Diese königliche Symbolik greift Jörg Engelhardt in seinen Skulpturen auf: Seine Affen tragen Krone und Zepter, besteigen den Thron und werden zu Herrschern einer eigenen Welt. Zwischen Fantasie, Ironie und Erhabenheit erzählen sie von Macht, Menschlichkeit und der grenzenlosen Freiheit der Kunst.
Jörg Engelhardt ist gelernter Goldschmied und schloss seinem Gastaufenthalt an der Kunsthochschule für Gestaltung Berlin-Weißensee ein Studium der freien Kunst und Bildhauerei an der Hochschule für Künste Bremen an. Er lebt und arbeitet im Oderbruch in Wriezen, direkt bei Bad Pyrmonts Partnerstadt Bad Freienwalde.
Begleitveranstaltungen:
Kinomatinee am 15. November um 11 Uhr in den Kronen-Lichtspielen:
JANE - Dokumentarfilm über die Primatenforscherin Jane Goodall
Alter Verwalter! Deine Kohle – deine Entscheidung:
17. Dezember 2026 bis 13. Juni 2027
Wie funktioniert deine Stadt oder Gemeinde? Wofür gibt sie Geld aus – und wofür würdest du es ausgeben?
Ob sichere Straßen, saubere Spielplätze, bezahlbarer Wohnraum oder Freizeitangebote: In der Mitmach-Ausstellung des Kreismuseums Peine triffst du die Wahl! Gleich am Eingang erhältst du einen gut gefüllten Geldbeutel. Mit diesem Startkapital erkundest du an vielen Stationen, was dein Ort täglich leistet und wie über neue Vorhaben entschieden wird.
Durch deinen Münzeinwurf verwandelst du einen vermüllten Raum in einen gepflegten Park. In der Wurfbude räumst du treffsicher mit Vorurteilen über Bürokratie auf. Und beim kräftigen Tritt in die Pedale spürst du, wie viel Energie und Geld nötig sind, damit eine Sporthalle entsteht. Wenn die Münzen mal zur Neige gehen, dreh am Steuerrad und versuch dein Glück – aber Vorsicht, nicht jeder Dreh bringt Gewinn!
An jeder Station wird deutlich: Hinter den großen und kleinen Aufgaben deines Ortes stecken viele Schritte, viele Abstimmungen und manchmal überraschende Auswirkungen.
„Alter Verwalter! Deine Kohle – deine Entscheidung“ lädt dich ein, selbst anzupacken, mitzudenken und herauszufinden, was Städte und Gemeinden brauchen, um lebenswert zu sein.
Begleitveranstaltungen:
Kinomatinee am 17. Januar um 11 Uhr in den Kronen-Lichtspielen:
Wem gehört mein Dorf

Baden mit Humor - Karikaturen aus Frankreich von Honoré Daumier und anderen Künstlern
1. Juli bis 3. Oktober 2027

Honoré Daumier gehört zu den bekanntesten und wichtigsten Karikaturisten der Kunstgeschichte. Wie kein anderer nahm er die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts unter die Lupe.
Die Sonderausstellung "Baden mit Humor" präsentiert mehr als 60 Grafiken aus dem Werk Daumiers und anderer Künstler, die seine Zeitgenossen in den unterschiedlichsten Situationen in und um das Wasser zeigen. Ob im privatem Bad, in den Seeorten an den Küsten Frankreichs oder in den Badeanstalten von Paris, überall fand der Künstler teils bizarre Szenen, besondere Persönlichkeiten und eigenwillige Situationen, die er satirisch umsetzte.
Begleitveranstaltungen:
Kinomatinee am 5. September um 11 Uhr in den Kronen-Lichtspielen:
Glück ist was für Weicheier
Kinomatinee am 26. September um 11 Uhr in den Kronen-Lichtspielen:
22 Bahnen
Max und Hedwig Born in Bad Pyrmont
20. Oktober 2027 bis Frühjahr 2028
Max Born ist einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts:. Als Mitbegründer der modernen Quantenphysik prägte er gemeinsam mit Wissenschaftlern wie Werner Heisenberg, Pascual Jordan, Max Planck und Albert Einstein das wissenschaftliche Denken seiner Zeit nachhaltig. 1954 wurde Born für seine grundlegenden Arbeiten mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.
Geboren 1882 in eine deutsch-jüdische Familie, führte ihn sein Bildungsweg von Breslau über Zürich nach Göttingen. Nach Studien der Rechtswissenschaften und Philosophie wandte er sich der Mathematik, Astronomie und Physik zu. Bereits früh galt Born als außergewöhnliches Talent; wissenschaftliche Stationen in Cambridge, Göttingen, Frankfurt am Main und Berlin machten ihn zu einer zentralen Figur der internationalen Physik. Mit seiner Frau Hedwig Born, die er 1913 heiratete, verband ihn nicht nur eine gemeinsame Herkunft, sondern auch ein Leben zwischen Wissenschaft, Kultur und politischer Verantwortung.
Die nationalsozialistische Verfolgung zwang die Familie 1933 zur Emigration nach England. Nachdem das NS-Regime Max Born die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt hatte, wurde er britischer Staatsbürger und lehrte viele Jahre in Edinburgh. 1953 kehrte das Ehepaar nach Deutschland zurück und ließ sich in Bad Pyrmont nieder.
Gerade diese letzten Lebensjahre stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Während Borns wissenschaftliche Karriere vielfach erforscht wurde, blieb seine Zeit in Bad Pyrmont bislang weitgehend unbeachtet – obwohl er hier den Nobelpreis erhielt und sich intensiv gesellschaftlich engagierte, insbesondere im Einsatz gegen die Verbreitung von Atomwaffen.

