Termine

11. Juli 2025

Rückblick: Museumsverein zum "Kunst-Hopping" im Rheinland

Schon wieder fand eine Bus-Exkursion unseres Museumsvereins statt. Diesmal ging es vom 8. bis 9. Juli für 39 Mitglieder zum Kunst-Hopping ins Rheinland. Und der Titel der Exkursion sprach für sich, denn in der Tat begab sich die Gruppe fix von einem Programmpunkt zum nächsten. Aber Hüpfen oder Springen – dies bedeutet der Begriff „Hopping“ ja dem Wortsinn nach - musste trotz der zu erwartenden hohen Erlebnisdichte niemand.

Gestartet wurde im Gasometer in Wuppertal. Dort, wo früher Gas gespeichert wurde, pulsiert heute Kultur. Und so bot das Visiodrom in einer Projektion einen 360°-Einblick in das Leben und Werk des niederländischen Malers Vincent van Gogh, in der Sonnenblumen und Sternennacht zum Leben erweckt wurden. Aber nicht nur das: In einer Führung mit 100 Repliken des berühmten Malers in Originalgröße erhielt die Gruppe umfassende Infos über sein Leben und Werk. Leider reichte die Zeit nicht mehr für einen Skywalk auf der Dachterrasse des Industriedenkmals, denn schließlich durfte auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz kommen und die Gruppe pausierte im Ristorante Aposto vor Ort bei einem leckeren Nudelgericht.

Inkl. den üblichen Staus auf den Autobahnen im Rheinland erreichten wir Köln. Dort hatten die Pyrmonter die Qual der Wahl: Entweder der Besuch der Sonderausstellung „Titanic – Eine immersive Reise“ in einem ehemaligen Autohaus, in der die Geschichte der Titanic und z. T. Original-Artefakte sowie originalgetreue Nachbauten, wie die berühmte Freitreppe gezeigt wurde oder eine Führung zum Thema „Kunst und Kurioses“ über den Melatenfriedhof, der nicht nur eine Begräbnisstätte ist, sondern auch als historisches und kulturelles Erbe gilt. Gut, dass sich jeder im Vorfeld bereits entschieden hatte, welchen Ort er besuchen wollte und so wurden schnell zwei Gruppen gebildet und jeder erlebte sein persönliches Wunschprogramm. So bot sich auf der Weiterfahrt reichlich Gesprächsstoff untereinander und man konnte sich im Bus über seine persönlichen Highlights austauschen.

Das nächste Ziel war das Städtchen Monheim, ein kleiner Ort zwischen Köln und Düsseldorf, in dem Kunst als Element der Stadtkultur gilt. Aber vor der Nachtruhe im Hotel ging es noch zum Abendessen in ein Restaurant namens Rheinblick, das seinem Namen alle Ehre machte. Ausgeruht ging es am nächsten Morgen zu den gebuchten Stadtführungen durch den ruhigen kleinen Ort, der beeindruckende Kunst im öffentlichen Raum zu bieten hatte. Gegenwartskünstler wie z.B. Tony Craggs oder Robert Wilson sind dort durch ihre Werke präsent. Monheim hinterließ bei den „Kunsthoppern“ einen so guten Eindruck, dass einige Reisende unbedingt noch einmal dorthin fahren wollten.

Zum Abschluss des Kunsthoppings besuchten wir das K20 in Düsseldorf, das Teil der Kunstsammlung in NRW ist. Die aktuelle Sonderausstellung widmet sich dem faszinierenden Werk des russisch-französischen Malers Marc Chagall. Aufgeteilt in zwei Gruppen erhielten wir umfassende und bemerkenswerte Hintergrundinfos zu Chagall, die zum Teil über das normale Maß hinausgingen und selbst den größten Kunstkennern innerhalb unserer Reisegruppe noch nicht bekannt waren.

Fazit: Allen Staus auf den Autobahnen zum Trotz schafften wir es, pünktlich zu allen Programmpunkten zu gelangen. Da hat unser Busfahrer Felix Herter mal wieder sein Bestes gegeben und uns gelassen und so nah wie möglich zu allen Orten des Geschehens gebracht, bevor wir am Abend etwas erschöpft, aber zufrieden wieder in Bad Pyrmont gelandet sind.

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Aktuelles & Termine

22. Februar 2026
Im Februar bietet das Museum im Schloss zwei öffentliche Kuratorenführungen durch die gerade neu eröffnete Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus an. Die Ausstellung beleuchtet erstmals die bis dato nur kaum erforschte Geschichte des Nationalsozialismus in der Kurstadt. Thematisiert werden dabei die historischen Ereignisse und Prozesse Bad Pyrmonts während der nationalsozialistischen Herrschaft. Dazu gehören etwa die politische Radikalisierung, die Machtübernahme mit politischer Gleichschaltung der Gesellschaft, die Rolle der lokalen NS-Elite, der Alltag der Bad Pyrmonter Bevölkerung, die Verfolgung politischer Gegner und religiöser Minderheiten, der Ausschluss jüdischer Menschen aus der rassisch konzipierten nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, Krieg und Zwangsarbeit. In den Führungen erfahren Sie von den Ausstellungsmachern Informatives, Überraschendes und Bewegendes zu Bad Pyrmont in der NS-Zeit. Die öffentlichen Führungen finden am 15. Februar um 11 Uhr und am 25. Februar um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist die Museumskasse im Schloss. Weitere Termine für öffentliche Führungen finden Sie hier.  Individuelle Führungen für Gruppen können jederzeit mit dem Museum vereinbart werden. Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studenten und Arbeitslose: 2 €; Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei) Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.
21. Februar 2026
27. Februar, 18 Uhr in der Beletage von Schloss Pyrmont Lesung von Agnes Imhof "Die Kastanien an der Gracht – Miep Gies und das Tagebuch der Anne Frank" Begleitend zur großen Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus liest die Autorin Agnes Imhof aus ihrem Roman "Die Kastanien an der Gracht – Miep Gies und das Tagebuch der Anne Frank": 1942. Als Otto Frank seine Sekretärin Miep Gies um Unterstützung bittet, zögert sie keine Sekunde: Sie wird der Familie beim Untertauchen helfen. Eine Zeit der Ungewissheit in ständiger Angst beginnt und für Miep wird ihr besorgtes Herzklopfen zum täglichen Begleiter. Während die Familie Frank sich im Amsterdamer Hinterhaus versteckt, besorgt Miep heimlich Lebensmittel und leistet der Familie in den kommenden zwei Jahren Gesellschaft. Vor allem die wissbegierige Anne löchert die Helferin immer wieder mit Fragen und hält ihre Erlebnisse in ihrem Tagebuch fest. Doch Krieg und Überwachung machen es zunehmend schwerer, den brüchigen Anschein von Normalität zu wahren. Vor allem angesichts der Frage, die Miep umtreibt: Wie lange kann sie die Menschen, die ihr vertrauen, noch beschützen? Im Anschluss an die Lesung gibt es die Möglichkeit das Buch zu kaufen (€16) und signieren zu lassen. Eintritt: 5€, Museumsvereinsmitglieder frei
20. Februar 2026
Alte Briefe und Urkunden, die in unseren Schubladen schlummern, sind in Schriften geschrieben, die es heute so nicht mehr gibt und die kaum noch jemand lesen kann: Sütterlin und Kurrent. Am 3. März wollen wir uns gemeinsam mit Ihnen diesen alten Schriften zuwenden und versuchen sie zu entziffern. Von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr können Sie bei uns im Museum die Grundlagen der sogenannten Paläographie erlernen. Sind Sie daran interessiert, melden Sie sich bitte unter info@museum-pyrmont.de oder telefonisch unter 05281 606771 an. Haben Sie selber ein paar Schätze in Ihren Schubladen? Bringen Sie die gerne mit und wir schauen sie uns gemeinsam an. Teilnahmegebühren: 10 Euro Museumsvereinsmitglieder: 5 Euro
19. Februar 2026
Donnerstag, 5. März 2026 um 19.30 Uhr im Lindenhof (Griessemer Strasse 53) Das Tagebuch der Anne Frank Theaterstück für Menschen ab 14 Jahren Begleitend zu unserer Sonderausstellung freuen wir uns auf ein Gastspiel des jungen Theaters des Landestheater Detmold: »Bei allem, was ich tue, muss ich an die anderen denken, die weg sind. Und wenn ich wegen etwas lachen muss, höre ich erschrocken wieder auf und denke mir, dass es eine Schande ist, fröhlich zu sein. Aber muss ich denn den ganzen Tag weinen?« Das Tagebuch war für Anne Frank Ersatz für eine Freundin und Gesprächspartnerin. In dem engen Versteck vor den Nationalsozialisten ist es ein Ventil für ihre Sorgen und Ängste. In ihm spiegeln sich die politischen Geschehnisse sowie die Entwicklung eines Mädchens zur jungen Frau. »Das Tagebuch der Anne Frank« bleibt eines der eindringlichsten Dokumente der Judenverfolgung im Nationalsozialismus. Diese Veranstaltung wird von der Pyrmonter Theater Companie organisiert und unterstützt von den Stadtwerken Bad Pyrmont. Ticktes sind für 18 Euro bei der Touristen Information erhältlich.
14. Februar 2026
15. März, 16 Uhr im Quäkerhaus (Bombergallee 9) Konzert-Lesung „Ein Quäker-Ehepaar in Nazi-Deutschland“ Begleitend zur großen Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus veranstaltet die Quäker Gruppe Bad Pyrmont einen besonderen Nachmittag zur Geschichte des Ehepaars Friedrich. Als die Hitlerjugend 1934 das neu erbaute Quäkerhaus beschlagnahmen wollte, zog das Quäker-Ehepaar Mary und Leonhard Friedrich aus Nürnberg nach Bad Pyrmont um es zu schützen. Es folgten turbulente Zeiten, 1942 -1945 war Leonhard in Buchenwald inhaftiert. Anhand Marys Tagebüchern schrieb ihre Tochter Brenda ein lebendiges Zeitzeugnis über die NS-Zeit im Quäkerhaus und der Stadt Pyrmont bis 1966. Das Buch erschien im Jahr 2000. Ein Nachdruck ist geplant. Musikalisch wird die Lesung begleitet von Thorsten Schiefer am Flügel. Eintritt frei. Im Anschluss bitten wir um eine Spende für den Erhalt und Betrieb des Quäkerhauses als öffentlichen Veranstaltungsort. Reservierung möglich Tel.: 05281/4413, gerne über das Kontaktformular
26. Januar 2026
Am Freitag, den 20. Februar muss die "Villa am Palmengarten" als Außenstelle der Sonderausstellung "Ein Weltbad wie Pyrmont" aus organisatorischen Gründen leider geschlossen bleiben. Das Museum hat wie gewohnt von 10 bis 17 Uhr für Sie geöffnet!