Termine

29. Dezember 2025

Rückblick: Museumsverein in Goslar

Am 4. Dezember 2025 machten sich Mitglieder unseres Museumsvereins mit einem Reisebus auf nach Goslar, um die Ausstellung der diesjährigen Kaiserringpreisträgern Katharina Fritsch im Mönchehaus zu besuchen. Die Bildhauerin hat bereits seit den 1980er-Jahren mit ihren Plastiken internationale Anerkennung erlangt. Der Kaiserring wird als einer der weltweit wichtigsten Preise für zeitgenössische Kunst angesehen und die Verleihung fand dieses Jahr zum 50. Mal statt.


Bevor sich die Gruppe diesem Highlight widmete, starteten die 38 Museumsvereinsmitglieder zu einem geführten „Art Walk“ durch die Stadt, bei dem moderne Kunstwerke, mit denen sowohl ehemalige international renommierte Kaiserringträger als auch weniger bekannte Künstler ihre Spuren in der Stadt hinterlassen haben, zu sehen waren. Aber auch moderne Kirchenkunst gab es in Goslarer Marktkirche in Form modern gestalteter Glasfenster zu bestaunen. In der Sonderausstellung im Mönchehaus konnte die Gruppe danach in den Führungen die Besonderheit der Werke von Katharina Fritsch kennenlernen.


Beim Besuch in Goslar darf ein Besuch der Kaiserpfalz nicht fehlen und so erfuhren die Pyrmonter dort am Nachmittag in einer 30-minütigen Saalführung auf eindrucksvollen Historienwandgemälden die Geschichte mittelalterlicher Kaiser. Keine Frage, dass bei so viel vermittelten Wissen der Hunger zwischendurch gestillt werden musste und unsere 38 Kunstliebhaber sich in der programmfreien Zeit ins bunte Treiben des Weihnachtsmarktes und die Gassen der Altstadt begeben haben. Am Ende kehrten alle Teilnehmer zufrieden wieder zurück nach Bad Pyrmont.


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Aktuelles & Termine

von Klaus Blome 21. April 2026
Das Museum im Schloss hat am Maifeiertag, Christi Himmelfahrt und Pfingstsonntag von 10 bis 17 Uhr g eöffnet . Pfingstmontag ist das Museum geschlossen. Die "Villa am Palmengarten" (Außenstelle der Sonderausstellung "Ein Weltbad wie Pyrmont") hat an den Feiertagen nicht geöffnet. Wir wünschen schöne Feiertage und freuen uns auf Ihren Besuch!
10. April 2026
Im April bietet das Museum im Schloss zwei öffentliche Kuratorenführungen durch die gerade neu eröffnete Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus an. Die Ausstellung beleuchtet erstmals die bis dato nur kaum erforschte Geschichte des Nationalsozialismus in der Kurstadt. Thematisiert werden dabei die historischen Ereignisse und Prozesse Bad Pyrmonts während der nationalsozialistischen Herrschaft. Dazu gehören etwa die politische Radikalisierung, die Machtübernahme mit politischer Gleichschaltung der Gesellschaft, die Rolle der lokalen NS-Elite, der Alltag der Bad Pyrmonter Bevölkerung, die Verfolgung politischer Gegner und religiöser Minderheiten, der Ausschluss jüdischer Menschen aus der rassisch konzipierten nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, Krieg und Zwangsarbeit. In den Führungen erfahren Sie von den Ausstellungsmachern Informatives, Überraschendes und Bewegendes zu Bad Pyrmont in der NS-Zeit. Die öffentlichen Führungen finden am 12. April um 11 Uhr und am 22. April um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist die Museumskasse im Schloss. Weitere Termine für öffentliche Führungen finden Sie hier. Individuelle Führungen für Gruppen können jederzeit mit dem Museum vereinbart werden. Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studenten und Arbeitslose: 2 €; Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei) Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.
8. April 2026
Donnertstag, 30. April in der Beletage von Schloss Pyrmont Kriegsgräber - mahnende Zeugen der Geschichte Unter dem Titel „Kriegsgräber – mahnende Zeugen der Geschichte“ präsentiert der Städtepartnerschaftsverein Bad Pyrmont e. V. am 30.04.2026 um 18 Uhr in der Beletage die Ergebnisse eines deutsch-italienischen Jugendprojekts. 40 Jugendliche aus beiden Ländern setzten sich mit der Erinnerungskultur zum Zweiten Weltkrieg auseinander. Durch dieses Projekt wurden den jungen Menschen die Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten in der Erinnerungskultur deutlich und ein gegenseitiges Verständnis gefördert. Im Anschluss gibt es bei einem kleinen italienischen Imbiss die Möglich sich auszutauschen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Eintritt 5€, Mitglieder des Museumsvereins und des Städtepartnerschaftsverein frei
4. April 2026
7. Mai, 18 Uhr in der Beletage von Schloss Pyrmont „Adressat unbekannt“ – Ein Briefroman als Lesung mit der Pyrmonter Theater Companie Im Rahmen der Sonderausstellung im Schloss bietet die Pyrmonter Theater Companie eine ganz besondere Lesung an: „Adressat unbekannt“ ist ein Briefroman der Autorin Kathrine Kressmann Taylor der erstmals 1938 veröffentlicht, wurde. Er ist ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtergreifung, zeichnet dieser Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft. Max Eisenstein und Martin Schulse betreiben 1932 gemeinsam eine Galerie in San Francisco. Während der Jude Max Eisenstein in den USA bleibt, kehrt Schulse mit seiner Familie nach Deutschland zurück. Nur wenige Monate später hat sich der Opportunist zum Vollblut-Nazi entwickelt, kündigt die Freundschaft auf, geht auf Distanz. Da erreicht ihn eine letzte dringende Bitte seines ehemaligen Freundes aus den USA: Er möge seiner Schwester Griselle, die noch in Deutschland ist, zur Flucht helfen – Schulse verweigert dies nicht nur, sondern liefert die Frau, mit der er einst ein Verhältnis hatte, sogar den Nazi-Schergen aus. Die New York Times urteilte: „Diese moderne Geschichte ist die Perfektion selbst. Sie ist die stärkste Anklage gegen den Nationalsozialismus, die man sich in der Literatur vorstellen kann.“ Gelesen von Carl-Herbert Braun und Jörg Schade. Eintritt: 5€, Museumsvereinsmitglieder frei
31. März 2026
Donnertstag, 9. April um 20:30 Uhr in den Kronen-Lichtspielen Bad Pyrmont Historische Filme über Bad Pyrmont mit Livemusik Begleitend zur Sonderausstellung im Museum im Schloss „Ein Weltbad wie Pyrmont“ - Kurstadt und Nationalsozialismus laden das Museum, die Pyrmonter Theater Companie und die Kronen-Lichtspiele zu einem faszinierenden und informativen Kinoerlebnis: Im Mittelpunkt steht ein Werbefilm über Bad Pyrmont aus dem Jahr 1924. In knapp 20 Minuten wird alles aufgefahren, was das moderne Kurbad Pyrmont zu bieten hatte: Moorbäder, Inhalatorien, die nagelneue Wandelhalle, Reitsportveranstaltungen und sogar die Wäscherei mit modernster Technik. Gezeigt wurde der Film u. a. auf den Schiffen der Hapag-Lloyd Südamerika-Linie. Mit Unterstützung des Niedersächsischen Staatsbades Pyrmont und des Museumsvereins im Schloss konnte der Film aufwendig restauriert und digitalisiert werden. Die Pyrmonter Theater Companie ließ eigens für dafür eine Filmmusik komponieren, die begleitend zur Vorführung live am Klavier und Vibraphon präsentiert und für Gänsehautmomente sorgen wird. Jörg Schade von der Pyrmonter Theater Companie hat aber noch weitere historische Filmschätze entdeckt, die nun erstmals nach knapp 100 Jahren wieder exklusiv der Öffentlichkeit präsentiert werden und ganz neue Blicke auf das historische Bad Pyrmont ermöglichen. Vorstellung in den Kronen-Lichtspielen Bad Pyrmont Donnerstag, 9. April, 20:30 (Bitte beachten Sie, dass entgegen der ursprünglichen Ankündigung im Ausstellungsflyer nur eine Vorstellung um 20:30 Uhr stattfindet). Eintritt 11 Euro Kartenvorbestellungen unter 05281/8859
30. März 2026
Donnertstag, 16. April in der Beletage von Schloss Pyrmont Tom Binner: „Unbedingte Vertreter der heroischen Gewaltlosigkeit". Die Pyrmonter Quäker und der Nationalsozialismus  Bad Pyrmont hat für die deutschen Quäker eine ganz besondere Bedeutung. Das Quäkerhaus in der Bombergallee ist ein einzigartiger Versammlungsort für die deutschen Mitglieder der Glaubensgemeinschaft und war dies bereits während des Nationalsozialismus. Anhand der Biografien von Pyrmonter Quäkern wie dem Ehepaar Mary und Leonhard Friedrich, Cilli Seutemann oder dem Fastenarzt Dr. Otto Buchinger zeichnet der Vortrag die religiös begründete Widerständigkeit der Pyrmonter Quäkergemeinde gegen die Diktatur nach. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob sie „unbedingte Vertreter der heroischen Gewaltlosigkeit" waren, wie es der Quäker Hans Albrecht 1935 formuliert hat - und was er damit meinte. Tom Binner studierte in Halle (Saale) und Hannover Geschichte und Politik. Nach seinem Abschluss 2024 arbeitete er an dem Forschungsprojekt „Ein Weltbad wie Pyrmont.“ Kurstadt und Nationalsozialismus. Aktuell promoviert er der KU Eichstätt-Ingolstadt. Eintritt: 5€, Museumsvereinsmitglieder frei (Anmeldung nicht erforderlich)