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Rückblick: "Kunst im Norden II" - Der Museumsverein unterwegs
„Reisezeit!" Mit 40 gut gelaunten Mitgliedern unseres Museumsvereins hieß es vom 12. bis 14. Juni 2026: Koffer rein, Kunstsinn an und auf in den Norden! Unter dem Titel „Kunst im Norden“ wartete eine bunte Mischung aus Literatur, moderner Kunst, Technikgeschichte und Museumserlebnissen auf uns.
Unsere erste Station war Husum, wo wir uns auf die Spuren von Theodor Storm begaben. Die stimmungsvolle, nordfriesische Stadt bot die perfekte Kulisse, um dem Leben und Werk des Dichters noch einmal ganz nah zu kommen. Besonders gemütlich wurde es bei einer Lesung aus einem seiner Werke – stilecht bei Kaffee und Friesentorte auf einem Restaurant-Schiff. Besser hätte man Literatur und norddeutsches Flair kaum verbinden können. Danach ging es weiter nach Rendsburg, wo wir direkt am Nord-Ostsee-Kanal übernachteten – mit bestem Blick auf das maritime Geschehen.
Am zweiten Tag wartete mit der NordArt in Büdelsdorf ein echtes Highlight auf uns. Schon die historischen Hallen der Carlshütte sind beeindruckend – und was darin gezeigt wird, erst recht. Die internationale Ausstellung für zeitgenössische Kunst überraschte mit einer faszinierenden Vielfalt: Malerei, Fotografie, Skulpturen, Videokunst und großformatige Installationen wechselten sich ab und sorgten immer wieder für Staunen, Nachdenken und Gesprächsstoff. Besonders spannend war, wie unterschiedlich die Künstlerinnen und Künstler aus vielen Ländern auf aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen blickten.
Im Anschluss wurde es nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken an der
Schiffsbegrüßungsanlage mit dem beliebten „Schiffegucken“ noch einmal besonders spannend: Ein Teil der Gruppe nahm an einer Hochbrückenführung an der Schwebebahn in Rendsburg teil – mit Technik, Geschichte und großartigen Ausblicken in luftiger Höhe. Der andere Teil ließ es etwas entspannter angehen und erkundete Rendsburg mit einer Stadtführung per Bus.
Am dritten Tag ging es nach Hamburg. Dort starteten wir mit Führungen im Museumshafen Oevelgönne, wo maritime Geschichte nicht hinter Glas, sondern ganz unmittelbar erlebbar wurde. Zwischen historischen Schiffen, Hafenluft und wechselndem Wetter kam schnell echtes Hamburg-Gefühl auf. Zum Mittagessen kehrten wir dann auf dem festliegenden Schiffsrestaurant „Kaiserperle“ ein – ein passender Ort, um das Hafenambiente auch kulinarisch zu genießen.
Zum Abschluss stand noch ein Besuch in der Hamburger Kunsthalle mit Führungen durch die Sonderausstellung „Edvard Munch – Maria Lassnig. Malfluss – Lebensfluss“, auf dem Programm. Mit ihren intensiven Bildwelten und ihren existenziellen Fragen setzte sie einen nachdenklichen, aber sehr eindrucksvollen Schlusspunkt unter unsere Exkursion.
Trotz Regen und manchen Staus auf der Rückfahrt kamen wir am Ende zwar geschafft, aber zufrieden und reich an neuen Eindrücken wieder in Bad Pyrmont an. Die Reise „Kunst im Norden“ wird uns sicher noch lange in schöner Erinnerung bleiben – als gelungene Verbindung von Kunst, Kultur, Begegnung und gemeinschaftlichem Erleben."
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