Termine

25. Januar 2022

Koffer gesucht!

"Ein Koffer für die letzte Reise“ – das ist der Titel einer ganz besonderen Ausstellung, die ab dem 10. März und bis zum 17. April 2022 im Museum im Schloss Bad Pyrmont stattfindet – ein Projekt des Hospiz-Vereins Bad Pyrmont e. V. in Kooperation mit dem Museum im Schloss Bad Pyrmont. „Wir sind sehr glücklich, dass es uns gelungen ist, gemeinsam dieses große Projekt im März und April 2022 zu verwirklichen“, sagt Nicole Lödige, erste Vorsitzende des Hospiz-Vereins Bad Pyrmont. Gemeinsam mit Museumsleiterin Melanie Mehring laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren.


Die Wanderausstellung „Ein Koffer für die letzte Reise“ des Bestattungshauses Pütz & Roth aus Bergisch Gladbach für den Zeitraum März/April 2022 zu buchen, war ein Glücksfall, denn in unserer Region hat sie noch niemand gesehen. In mehr als 80 Koffern als Exponate haben Menschen, für ihre „letzte Reise“, verschiedenste und völlig unterschiedliche Gegenstände zusammengestellt.


„Wenn wir ,herumspinnen‘ und überlegen, was jede*r von uns einmal mit ,hinüber‘ nehmen würde, wenn es möglich wäre, dann würden wir vielleicht beginnen darüber nachzudenken, was uns im Leben wichtig ist. Vielleicht möchten wir Erinnerungen, praktische Gegenstände, etwas, dass das eigene Leben ausmacht, ein gutes Buch oder schlicht Schokolade und eine Flasche Wein einpacken wollen… So vielfältig und bunt wie das Leben sind auch die Gepäckstücke geworden. Wir wollen die gepackten Koffer zeigen und mit vielen Menschen – auch mit Jüngeren über die Schulen und den verschiedensten Einrichtungen – ins Gespräch kommen“, so Nicole Lödige, 1. Vorsitzendes des Hospiz-Vereins Bad Pyrmont.


Melanie Mehring, Leiterin des Museums im Schloss, konnte für diese außergewöhnliche Ausstellung gewonnen werden. Sie war sofort begeistert und hat die Kooperation gern angenommen: „Diese Ausstellung ist etwas ganz Besonderes, denn sie berührt die Besucher auf sehr persönliche Art. Das Thema betrifft und verbindet uns alle: ob jung oder alt, arm oder reich. Deshalb ist auch der Austausch dazu unglaublich wichtig und spannend – sowohl während der Vorbereitung zwischen dem Hospizverein, dem Museum und hoffentlich vielen Besuchern. Ich freue mich darauf, dass das Museum zu einem Begegnungsort wird und auf ein tolles Begleitprogramm bei dem für jeden etwas dabei ist!“


Rund um die Ausstellung sind noch viele weitere Aktion zu dem Thema geplant – mit im Boot sind Schulen, die Stadtbibliothek, die Kronenlichtspiele in Bad Pyrmont, Dieter Alfter, Jörg Schade, Silke Schauer, das Kaffeehaus im Schloss und weitere Akteure.

 

Der Hospiz-Verein und das Museum möchten alle Bad Pyrmonter herzlich einladen sich aktiv an diesem Projekt zu beteiligen: Wie würde der Koffer aussehen, der Sie auf der Reise aus diesem Leben begleiten könnte? Jeder, der Lust hat einen eigenen Koffer zu packen, kann sich im Museum im Schloss melden. Dort erfahren Sie auch mehr zur Ausstellung und zur Idee dahinter. Die Koffer der Bad Pyrmonter werden dann in Kooperation mit der Werbegemeinschaft an verschiedenen Orten in der Stadt zu sehen sein.

 

Und falls Sie nicht gleich einen Koffer packen möchten, aber vielleicht alte Koffer auf dem Dachboden haben, die Sie nicht mehr benötigen, freut sich das Museum auch über eine „Kofferspende“, die dann anderen Interessenten zur Verfügung gestellt oder in die Ausstellung integriert werden.

 

Melden Sie sich telefonisch unter 05281 606771

oder per E-Mail an info@museum-pyrmont.de



Artikel teilen

Aktuelles & Termine

30. Januar 2026
Donnerstag, 5. Februar 2026 um 18 Uhr in der Beletage ‚Weltbad‘ Das Image Bad Pyrmonts im Nationalsozialismus – Ein Vortrag von Marie Holtin (Universität Bremen) Begleitend zur großen Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus geht Marie Holtin (Universität Bremen) in ihrem Vortrag der Frage nach, mit welchem Image Bad Pyrmont in der Zeit des Nationalsozialismus beworben wurde. Inwiefern wurde der Kurort als scheinbar unpolitische ‚Heile Welt' inszeniert? Und in welchem Verhältnis stand dies zum politischen System und der nationalsozialistischen Ideologie? Als zentraler Wirtschaftszeug hatte der Fremdenverkehr für Bad Pyrmont stets eine hohe Bedeutung inne – wie sich dies im ‚Dritten Reich‘ verhielt und welche Bedeutung das Kurwesen und seine Imagebildung unter nationalsozialistischer Herrschaft hatten, das erfahren Sie im Rahmen des Vortrages. Eintritt: 5€, Museumsvereinsmitglieder frei
30. Januar 2026
Im Februar bietet das Museum im Schloss zwei öffentliche Kuratorenführungen durch die gerade neu eröffnete Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus an. Die Ausstellung beleuchtet erstmals die bis dato nur kaum erforschte Geschichte des Nationalsozialismus in der Kurstadt. Thematisiert werden dabei die historischen Ereignisse und Prozesse Bad Pyrmonts während der nationalsozialistischen Herrschaft. Dazu gehören etwa die politische Radikalisierung, die Machtübernahme mit politischer Gleichschaltung der Gesellschaft, die Rolle der lokalen NS-Elite, der Alltag der Bad Pyrmonter Bevölkerung, die Verfolgung politischer Gegner und religiöser Minderheiten, der Ausschluss jüdischer Menschen aus der rassisch konzipierten nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, Krieg und Zwangsarbeit. In den Führungen erfahren Sie von den Ausstellungsmachern Informatives, Überraschendes und Bewegendes zu Bad Pyrmont in der NS-Zeit. Die öffentlichen Führungen finden am 15. Februar um 11 Uhr und am 25. Februar um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist die Museumskasse im Schloss. Weitere Termine für öffentliche Führungen finden Sie hier.  Individuelle Führungen für Gruppen können jederzeit mit dem Museum vereinbart werden. Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studenten und Arbeitslose: 2 €; Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei) Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.
29. Januar 2026
18. Februar, 18 Uhr in der Beletage von Schloss Pyrmont ‚Weltbad‘ Das Image Bad Pyrmonts im Nationalsozialismus – Ein Vortrag von Marie Holtin (Universität Bremen) Die Geschichte jüdischer Menschen in Bad Pyrmont geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Mit ‚Machtübernahme' der Nationalsozialisten änderte sich das Leben vieler Bad Pyrmonter Juden: Boykotte jüdischer Geschäfte, Ausgrenzung aus dem öffentlichen Leben und die eskalierende Gewalt der Reichspogromnacht schlugen sich auch hier vor Ort nieder. Der Vortrag greift die Verfolgungsgeschichte jüdischer Menschen aus Bad Pyrmont auf und richtet den Blick vor allem auf die systematische, finanzielle Ausbeutung, die ‚Arisierung‘. Anhand ausgewählter biografischer Beispiele wird es in dem Vortrag darum gehen, in welchem Maße das NS-Regime jüdischen Menschen bereits vor der Deportation die Lebensgrundlagen entzog. Eintritt: 5€, Museumsvereinsmitglieder frei
27. Januar 2026
27. Februar, 18 Uhr in der Beletage von Schloss Pyrmont Lesung von Agnes Imhof "Die Kastanien an der Gracht – Miep Gies und das Tagebuch der Anne Frank" Begleitend zur großen Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus liest die Autorin Agnes Imhof aus ihrem Roman "Die Kastanien an der Gracht – Miep Gies und das Tagebuch der Anne Frank": 1942. Als Otto Frank seine Sekretärin Miep Gies um Unterstützung bittet, zögert sie keine Sekunde: Sie wird der Familie beim Untertauchen helfen. Eine Zeit der Ungewissheit in ständiger Angst beginnt und für Miep wird ihr besorgtes Herzklopfen zum täglichen Begleiter. Während die Familie Frank sich im Amsterdamer Hinterhaus versteckt, besorgt Miep heimlich Lebensmittel und leistet der Familie in den kommenden zwei Jahren Gesellschaft. Vor allem die wissbegierige Anne löchert die Helferin immer wieder mit Fragen und hält ihre Erlebnisse in ihrem Tagebuch fest. Doch Krieg und Überwachung machen es zunehmend schwerer, den brüchigen Anschein von Normalität zu wahren. Vor allem angesichts der Frage, die Miep umtreibt: Wie lange kann sie die Menschen, die ihr vertrauen, noch beschützen? Im Anschluss an die Lesung gibt es die Möglichkeit das Buch zu kaufen (€16) und signieren zu lassen. Eintritt: 5€, Museumsvereinsmitglieder frei
27. Januar 2026
Alte Briefe und Urkunden, die in unseren Schubladen schlummern, sind in Schriften geschrieben, die es heute so nicht mehr gibt und die kaum noch jemand lesen kann: Sütterlin und Kurrent. Am 3. März wollen wir uns gemeinsam mit Ihnen diesen alten Schriften zuwenden und versuchen sie zu entziffern. Von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr können Sie bei uns im Museum die Grundlagen der sogenannten Paläographie erlernen. Sind Sie daran interessiert, melden Sie sich bitte unter info@museum-pyrmont.de oder telefonisch unter 05281 606771 an. Haben Sie selber ein paar Schätze in Ihren Schubladen? Bringen Sie die gerne mit und wir schauen sie uns gemeinsam an. Teilnahmegebühren: 10 Euro Museumsvereinsmitglieder: 5 Euro
27. Januar 2026
Donnerstag, 5. März 2026 um 19.30 Uhr im Lindenhof (Griessemer Strasse 53) Das Tagebuch der Anne Frank Theaterstück für Menschen ab 14 Jahren Begleitend zu unserer Sonderausstellung freuen wir uns auf ein Gastspiel des jungen Theaters des Landestheater Detmold: »Bei allem, was ich tue, muss ich an die anderen denken, die weg sind. Und wenn ich wegen etwas lachen muss, höre ich erschrocken wieder auf und denke mir, dass es eine Schande ist, fröhlich zu sein. Aber muss ich denn den ganzen Tag weinen?« Das Tagebuch war für Anne Frank Ersatz für eine Freundin und Gesprächspartnerin. In dem engen Versteck vor den Nationalsozialisten ist es ein Ventil für ihre Sorgen und Ängste. In ihm spiegeln sich die politischen Geschehnisse sowie die Entwicklung eines Mädchens zur jungen Frau. »Das Tagebuch der Anne Frank« bleibt eines der eindringlichsten Dokumente der Judenverfolgung im Nationalsozialismus. Diese Veranstaltung wird von der Pyrmonter Theater Companie organisiert und unterstützt von den Stadtwerken Bad Pyrmont. Ticktes sind für 18 Euro bei der Touristen Information erhältlich.