Termine

1. Oktober 2022

Kino-Matineen zu Armin Mueller-Stahl

Die Kronen-Lichtspiele zeigen passend zur aktuellen Sonderausstellung "Armin Mueller-Stahl. Aus dem Leben eines Gauklers" drei Filme mit dem berühmten Schauspieler.




Sonntag, 4. September, 11.00 Uhr


DIE FLUCHT

DDR 1977, 94 Min., R: Roland Gräf, mit Armin Mueller-Stahl, Jenny Gröllmann, Erika Pelikowsky, Rolf Hoppe, Winfried Glatzeneder


Oberarzt Dr. Schmith plant ein Forschungsprojekt zur Senkung der Frühgeburtensterblichkeit. Doch es wird von den übergeordneten Stellen abgelehnt. Daraufhin entschließt sich Schmith, die DDR zu verlassen. Er schließt einen Vertrag mit einer westlichen Fluchthilfeorganisation. Kurz darauf wird sein Projekt doch realisiert - in einer internationalen Forschungsgruppe, deren DDR-Sektion er leiten soll. Außerdem findet er in der neuen Kollegin Katharina eine Lebensgefährtin. Schmith ignoriert die Abmachung mit den Fluchthelfern, doch er wird von ihnen erpresst. Zum zweiten Fluchttermin nimmt er die ahnungslose Katharina mit. Als sie seine Absicht erfährt, flüchtet sie. Die Fluchthelfer werfen Schmith aus dem Auto. Er stirbt auf der nächtlichen Landstraße.
 
Der erste DEFA-Film, der das Tabuthema der Flucht aus der DDR behandelte und überraschend offen ansprach. Zugleich ist es der letzte DEFA-Film mit Armin Mueller-Stahl vor seiner Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland knapp zwei Jahre später. Bereits während der Dreharbeiten hatte er einen Ausreiseantrag gestellt, so dass der Film heute wie eine Vorwegnahme seines eigenen Wegs in den Westen erscheint. DIE FLUCHT hat bei den Internationalen Filmfestspielen in Karlovy Vary 1978 den Hauptpreis gewonnen.


 

 

Sonntag, 9. Oktober, 11.00 Uhr


SHINE - DER WEG ANS LICHT

Australien, Großbritannien 1995, 105 Min., ab 12 J., R: Scott Hicks, mit: Armin Mueller-Stahl, Noah Taylor, Geoffrey Rush


In der Tradition großer Film-Events wie FORREST GUMP oder RAIN MAN. Der große Unterschied liegt darin, daß hier die Geschichte einer real existierenden Figur erzählt wird, die ihr eigenes Schicksal nach einer langen Talfahrt selbst erst Mitte der achtziger Jahre in den Griff bekam.
Unter der Obhut seines besessen überprotektiven Vaters Peter wächst David Helfgott in ärmlichen Verhältnissen auf. Von seinem Vater angetrieben erlernt der schüchterne Junge das Klavierspiel, als er jedoch Stipendien großer Konservatorien angeboten bekommt, lehnt Peter ab. Als David sich dem väterlichen Befehl widersetzt und in London auf die Schule geht, ist der Zusammenbruch nicht fern.
 Mit seiner zutiefst bewegenden Annäherung an das Leben des unkonventionellen Konzertpianisten David Helfgott und dessen Gratwanderung zwischen Genie und Wahnisnn ist Scott Hicks ein großer Überraschungswurf gelungen.

 

 

Sonntag, 27. November, 11.00 Uhr


BUDDENBROOKS

Deutschland 2008, 151 min. (+-,50€), R: Dr. Heinrich Breloer, mit: Armin Mueller-Stahl, Iris Berben, Jessica Schwarz, August Diehl, Mark Waschke, Justus von Dohnányi, Nina Proll, Martin Feifel, Sunnyi Melles, ALexander Fehling


Mitte des 19. Jahrhunderts haben es die Buddenbrooks in Lübeck zu Reichtum und Ansehen gebracht. Die alteingesessene Familie um Konsul Jean (Armin Mueller-Stahl) und Konsulin Bethsy (Iris Berben) ist durch Getreidehandel wohlhabend geworden.
Als Jean stirbt, kommen schwere Zeiten auf die Dynastie zu, weil die Kinder Thomas (Mark Waschke), Christian (August Diehl) und Tony (Jessica Schwarz) ihre Lebenskonflikte nicht bewältigen können.
Thomas Manns nobelpreisgekröntes Werk der Weltliteratur findet eine opulente und aktuelle Adaption durch den ausgewiesenen Mann-Kenner Heinrich Breloer (Die Manns - Ein Jahrhundertroman"), der den Aufstieg und Fall einer deutschen Familie sehr bewegend schildert.

 




Museumsvereinsmitglieder haben ermäßigten Eintritt bei allen Vorstellungen.

Bitte informieren sich vor der Vorstellung über die aktuellen Besuchsmodalitäten im Kino.


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Aktuelles & Termine

von Klaus Blome 21. April 2026
Das Museum im Schloss hat am Maifeiertag, Christi Himmelfahrt und Pfingstsonntag von 10 bis 17 Uhr g eöffnet . Pfingstmontag ist das Museum geschlossen. Die "Villa am Palmengarten" (Außenstelle der Sonderausstellung "Ein Weltbad wie Pyrmont") hat an den Feiertagen nicht geöffnet. Wir wünschen schöne Feiertage und freuen uns auf Ihren Besuch!
8. April 2026
Donnertstag, 30. April in der Beletage von Schloss Pyrmont Kriegsgräber - mahnende Zeugen der Geschichte Unter dem Titel „Kriegsgräber – mahnende Zeugen der Geschichte“ präsentiert der Städtepartnerschaftsverein Bad Pyrmont e. V. am 30.04.2026 um 18 Uhr in der Beletage die Ergebnisse eines deutsch-italienischen Jugendprojekts. 40 Jugendliche aus beiden Ländern setzten sich mit der Erinnerungskultur zum Zweiten Weltkrieg auseinander. Durch dieses Projekt wurden den jungen Menschen die Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten in der Erinnerungskultur deutlich und ein gegenseitiges Verständnis gefördert. Im Anschluss gibt es bei einem kleinen italienischen Imbiss die Möglich sich auszutauschen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Eintritt 5€, Mitglieder des Museumsvereins und des Städtepartnerschaftsverein frei
4. April 2026
7. Mai, 18 Uhr in der Beletage von Schloss Pyrmont „Adressat unbekannt“ – Ein Briefroman als Lesung mit der Pyrmonter Theater Companie Im Rahmen der Sonderausstellung im Schloss bietet die Pyrmonter Theater Companie eine ganz besondere Lesung an: „Adressat unbekannt“ ist ein Briefroman der Autorin Kathrine Kressmann Taylor der erstmals 1938 veröffentlicht, wurde. Er ist ein literarisches Meisterwerk von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtergreifung, zeichnet dieser Roman in bewegender Schlichtheit die dramatische Entwicklung einer Freundschaft. Max Eisenstein und Martin Schulse betreiben 1932 gemeinsam eine Galerie in San Francisco. Während der Jude Max Eisenstein in den USA bleibt, kehrt Schulse mit seiner Familie nach Deutschland zurück. Nur wenige Monate später hat sich der Opportunist zum Vollblut-Nazi entwickelt, kündigt die Freundschaft auf, geht auf Distanz. Da erreicht ihn eine letzte dringende Bitte seines ehemaligen Freundes aus den USA: Er möge seiner Schwester Griselle, die noch in Deutschland ist, zur Flucht helfen – Schulse verweigert dies nicht nur, sondern liefert die Frau, mit der er einst ein Verhältnis hatte, sogar den Nazi-Schergen aus. Die New York Times urteilte: „Diese moderne Geschichte ist die Perfektion selbst. Sie ist die stärkste Anklage gegen den Nationalsozialismus, die man sich in der Literatur vorstellen kann.“ Gelesen von Carl-Herbert Braun und Jörg Schade. Eintritt: 5€, Museumsvereinsmitglieder frei
1. April 2026
Im Mai bietet das Museum im Schloss zwei öffentliche Kuratorenführungen durch die gerade neu eröffnete Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus an. Die Ausstellung beleuchtet erstmals die bis dato nur kaum erforschte Geschichte des Nationalsozialismus in der Kurstadt. Thematisiert werden dabei die historischen Ereignisse und Prozesse Bad Pyrmonts während der nationalsozialistischen Herrschaft. Dazu gehören etwa die politische Radikalisierung, die Machtübernahme mit politischer Gleichschaltung der Gesellschaft, die Rolle der lokalen NS-Elite, der Alltag der Bad Pyrmonter Bevölkerung, die Verfolgung politischer Gegner und religiöser Minderheiten, der Ausschluss jüdischer Menschen aus der rassisch konzipierten nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, Krieg und Zwangsarbeit. In den Führungen erfahren Sie von den Ausstellungsmachern Informatives, Überraschendes und Bewegendes zu Bad Pyrmont in der NS-Zeit. Die öffentlichen Führungen finden am 10. Mai um 11 Uhr und am 20. Mai um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist die Museumskasse im Schloss. Weitere Termine für öffentliche Führungen finden Sie hier. Individuelle Führungen für Gruppen können jederzeit mit dem Museum vereinbart werden. Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studenten und Arbeitslose: 2 €; Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei) Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.
31. März 2026
2. Juni, 18 Uhr in der Beletage von Schloss Pyrmont Was ist eigentlich das Besondere am Bad Pyrmonter Wasser? Warum hat es so eine große Bedeutung für die Stadt und warum ist es in aller Welt bekannt? Begeben Sie sich mit Museumsleiterin Melanie Mehring auf eine Zeitreise in die über 2000-jährige Geschichte Pyrmonts und erfahren Sie Interessantes, Wissenswertes und Kurioses rund um die Bad Pyrmonter Quellen. Erhalten Sie dabei exklusive Einblicke in die Museumssammlung und tauchen Sie mit originalen Exponaten in längst vergangene Zeiten ein. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Wasser-Fest Bad Pyrmont Eintritt: 5 Euro (Museumsvereinsmitglieder frei) nur Abendkasse
31. März 2026
Begleitend zu unserer Sonderausstellung entstand in einem generationsübergreifenden Projekt der Pyrmonter Theater Companie das bewegende Hörspiel "Kind, das ist die Zeit!". Am 13. Dezember feierte das Hörspiel seine Premiere im Quäkerhaus und ist nun über den Audioguide des Museums und hier abrufbar. Fast ein Jahr lang haben Bad Pyrmonter jeden Alters an diesem speziellen Hörstück gearbeitet und die Geschichte und ihre Rollen selber entwickelt. SchauspielerInnen der Theater Companie standen als Sprachcoaches und Dramaturgen zur Seite. In dem Hörspiel geht es um eine Geschichte, die in der Kriegszeit in Bad Pyrmont spielt. Anhand eines alten Fotos, dass die Enkelin ihrer Oma ins Seniorenheim mitbringt, verweben sich in der Rückschau der alten Dame die berührende (und wahre) Geschichte einer jüdischen Arztfamilie und einer jungen Krankenschwester, die in einem Lazarett der Kurstadt Dienst leisten muss… Die Musik schuf der Komponist und musikalische Leiter der Pyrmonter Theater Companie, Mathias Weibrich. Bei den Tonaufnahmen waren insgesamt 33 SprecherInnen beteiligt. Im Studio standen dann Profis und Amateure gemeinsam vor den Mikrofonen. Das Ergebnis gibt es nun in einer öffentlichen Präsentation zu hören. Danach kann es u.a. über die Web Seite des Museums angehört werden. Das Projekt wurde gefördert von der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, der Klosterkammer Hannover, dem Landschaftsverband Hameln-Pyrmont und dem Förderverein der Pyrmonter Theatercompanie.