Termine

21. September 2020

Exkursionsbericht: Münchhausenstadt Bodenwerder

Der Museumsverein Bad Pyrmont in der Münchhausen Stadt Bodenwerder

 

Die geplanten Exkursionen des Museumsverein für 2020 wurden leider aufgrund der Corona-Pandemie von Ingelore Köster, zuständig für die Exkursionen, abgesagt. „Man muss sich nur zu helfen wissen.“ Aufgrund eines Artikels in den Pyrmonter Nachrichten zum 300. Geburtstag des Baron von Münchhausen nahm sie mit der  Museumsleiterin Frau Dr. Claudia Erler vom Münchhausen Museum in Bodenwerder Kontakt auf und konnte zwei Termine für Mitte September zum Literarischen Rundgang auf den Spuren des Barons von Münchhausen buchen. Selbstanreise mit dem Auto war in der Ausschreibung an die Vereinsmitglieder vorgegeben und insgesamt kamen 28 Teilnehmer verteilt auf zwei Tage pünktlich um 15 Uhr zum Treffpunkt vor dem Münchhausen Museum.


Fantastisch und voller Witz sind die Abenteuer des Barons von Münchhausen, der am 11. Mai 1720 in Bodenwerder geboren wurde und nach Ausbildung und Karriere als Offizier im Dienste der russischen Zarin, 1750 nach Bodenwerder zurückkehrte und dort die Geschicke seines Gutes bis zu seinem Tod am 22. Februar 1797 lenkte.


Bereits zu Lebzeiten rühmte man ihn über die Landesgrenzen als brillanten humorvollen Erzähler. Diesen Ruhm nutzten die Autoren der englischen (1785 von Erich Raspe) und deutschen (1786 von G.A. Bürger) Buchausgabe und verhalfen dem Freiherrn von Münchhausen damit zu Weltruhm und Unsterblichkeit. Er selbst schätzte das Buch keineswegs, das noch zu seinen Lebzeiten erschien. Sah er sich doch seiner Geschichten und unverwechselbaren Fabulierkunst beraubt. (Text: Webseite Münchhausen Museum)


Während der sehr kurzweiligen Führung mit viel Schwung, Stimmung und einigen Utensilien, wurden die Teilnehmer von Frau Dr. Claudia Erler, in das Leben Münchhausens und die Atmosphäre dieser besonderen Zeit des 18. Jahrhunderts mitgenommen. Vergnüglich und philosophisch klang der Rundgang, bei einem Gläschen Golmbacher Sauerkirschenwein und der Geschichte über Münchhausens Hirschjagd, in der legendären Grotte aus. Danke.


Empfehlenswert ist ein Besuch im Museum und die Sonderausstellung „Phantasie lügt nie!“ von Fredo Kunze. Die gedrechselten und geschnitzten Objekte stellen 15 Münchhausen Geschichten dar. Ein ästhetisches Vergnügen für Groß und Klein. In einer Sonderbroschüre sind alle Abenteuer noch einmal nachzulesen.


Text und Foto: Ingelore Köster

 

Artikel teilen

Aktuelles & Termine

von Klaus Blome 8. Mai 2026
Das Museum im Schloss hat am Maifeiertag, Christi Himmelfahrt und Pfingstsonntag von 10 bis 17 Uhr g eöffnet . Pfingstmontag ist das Museum geschlossen. Die "Villa am Palmengarten" (Außenstelle der Sonderausstellung "Ein Weltbad wie Pyrmont") hat an den Feiertagen nicht geöffnet. Wir wünschen schöne Feiertage und freuen uns auf Ihren Besuch!
8. Mai 2026
Im Mai bietet das Museum im Schloss zwei öffentliche Kuratorenführungen durch die gerade neu eröffnete Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus an. Die Ausstellung beleuchtet erstmals die bis dato nur kaum erforschte Geschichte des Nationalsozialismus in der Kurstadt. Thematisiert werden dabei die historischen Ereignisse und Prozesse Bad Pyrmonts während der nationalsozialistischen Herrschaft. Dazu gehören etwa die politische Radikalisierung, die Machtübernahme mit politischer Gleichschaltung der Gesellschaft, die Rolle der lokalen NS-Elite, der Alltag der Bad Pyrmonter Bevölkerung, die Verfolgung politischer Gegner und religiöser Minderheiten, der Ausschluss jüdischer Menschen aus der rassisch konzipierten nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, Krieg und Zwangsarbeit. In den Führungen erfahren Sie von den Ausstellungsmachern Informatives, Überraschendes und Bewegendes zu Bad Pyrmont in der NS-Zeit. Die öffentlichen Führungen finden am 10. Mai um 11 Uhr und am 20. Mai um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist die Museumskasse im Schloss. Weitere Termine für öffentliche Führungen finden Sie hier. Individuelle Führungen für Gruppen können jederzeit mit dem Museum vereinbart werden. Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studenten und Arbeitslose: 2 €; Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei) Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.
8. Mai 2026
Museum im Schloss und DMV-Group feiern Internationalen Museumstag und 80-jähriges Firmenjubiläum Am 17. Mai 1946 gründete Walter Diedrichs in Bad Pyrmont seinen „Drogengroßhandel" und versorgte damit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Menschen mit Dingen des täglichen Bedarfs. Heute wird Diedrichs Markenvertrieb die DMV GROUP in dritter Generation geführt und ist als Full-Service-Vermarkter für Drogeriewaren in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen etabliert. Darüber hinaus engagiert sich DMV seit Jahren für unterschiedliche Projekte aus den Bereichen Sport, Soziales, Kultur und Nachhaltigkeit. Neben internationalen Organisationen und Verbänden sind es besonders die regionalen Vereine und Institutionen, die dem Familienbetrieb am Herzen liegen. So war es Geschäftsführer Lars Diedrichs ein Anliegen zum 80-jährigen Firmenjubiläum ein besonderes Projekt zu unterstützen: Die große Sonderausstellung "Ein Weltbad wie Pyrmont" Kurstadt und Nationalsozialismus des Museums und Museumsvereins im Schloss Pyrmont. Auf den Tag genau 80 Jahre nach der Firmengründung findet am 17. Mai 2026 der Internationale Museumstag statt. Ein glücklicher Zufall, den das Museum zum Anlass nimmt, einen genaueren Blick auf die Nachkriegszeit in Bad Pyrmont zu werfen, die in der Sonderausstellung nur angerissen wird: „Die Zeit ist extrem spannend und verdient eigentlich eine eigene Sonderausstellung. Das können wir im Moment nicht leisten. Aber wir möchten die Themen und Probleme der Nachkriegszeit zumindest für einen Tag in den Fokus nehmen. Die Kombination aus Internationalem Museumstag und DMV-Jubiläum ist dafür ein perfekter Rahmen, denn die Geschichte von DMV ist ein anschauliches Beispiel für die Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft stand und wie diese gemeistert wurden." so Museumsleiterin Melanie Mehring.
21. April 2026
2. Juni, 18 Uhr in der Beletage von Schloss Pyrmont Was ist eigentlich das Besondere am Bad Pyrmonter Wasser? Warum hat es so eine große Bedeutung für die Stadt und warum ist es in aller Welt bekannt? Begeben Sie sich mit Museumsleiterin Melanie Mehring auf eine Zeitreise in die über 2000-jährige Geschichte Pyrmonts und erfahren Sie Interessantes, Wissenswertes und Kurioses rund um die Bad Pyrmonter Quellen. Erhalten Sie dabei exklusive Einblicke in die Museumssammlung und tauchen Sie mit originalen Exponaten in längst vergangene Zeiten ein. Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Wasser-Fest Bad Pyrmont Eintritt: 5 Euro (Museumsvereinsmitglieder frei) nur Abendkasse
20. April 2026
2. Juni, 18 Uhr in der Beletage von Schloss Museum im Schloss feiert am Sieben Schlösser Erlebnistag 500 Jahre Festung Pyrmont mit einer Sonderführung Ab 1526 – vor genau 500 Jahren – ließ Graf von Spiegelberg eine künstliche Insel in einem sumpfigen Gebiet im Pyrmonter Tal aufschütten. Darauf baute er eine Festungsanlage, die die Grafschaft beschützen sollte. Einige Jahre später baute sein Sohn ein erstes Schloss. Ab 1706 entstand ein neues Schloss, in dem sich heute das Museum befindet. Erfahren Sie in der Sonderführung zum 500-jährigen Festungsjubliläum am Sieben Schlösser Erlebnistag Spannendes und Wissenswertes zu Geschichte und Aufbau der Festungsanlage und des Schlosses. Treffpunkt: Museumskasse  Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studierende und Arbeitslose: 2 €; Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei)
31. März 2026
Begleitend zu unserer Sonderausstellung entstand in einem generationsübergreifenden Projekt der Pyrmonter Theater Companie das bewegende Hörspiel "Kind, das ist die Zeit!". Am 13. Dezember feierte das Hörspiel seine Premiere im Quäkerhaus und ist nun über den Audioguide des Museums und hier abrufbar. Fast ein Jahr lang haben Bad Pyrmonter jeden Alters an diesem speziellen Hörstück gearbeitet und die Geschichte und ihre Rollen selber entwickelt. SchauspielerInnen der Theater Companie standen als Sprachcoaches und Dramaturgen zur Seite. In dem Hörspiel geht es um eine Geschichte, die in der Kriegszeit in Bad Pyrmont spielt. Anhand eines alten Fotos, dass die Enkelin ihrer Oma ins Seniorenheim mitbringt, verweben sich in der Rückschau der alten Dame die berührende (und wahre) Geschichte einer jüdischen Arztfamilie und einer jungen Krankenschwester, die in einem Lazarett der Kurstadt Dienst leisten muss… Die Musik schuf der Komponist und musikalische Leiter der Pyrmonter Theater Companie, Mathias Weibrich. Bei den Tonaufnahmen waren insgesamt 33 SprecherInnen beteiligt. Im Studio standen dann Profis und Amateure gemeinsam vor den Mikrofonen. Das Ergebnis gibt es nun in einer öffentlichen Präsentation zu hören. Danach kann es u.a. über die Web Seite des Museums angehört werden. Das Projekt wurde gefördert von der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, der Klosterkammer Hannover, dem Landschaftsverband Hameln-Pyrmont und dem Förderverein der Pyrmonter Theatercompanie.