Termine

28. Juli 2021

Begleitveranstaltungen zur Goya Ausstellung

Anmeldung für alle drei Veranstaltungen:
Telefon: 05281 606771
E-Mail:
museumsverein@museum-pyrmont.de

Sonntag, 1. August, 11 Uhr
Sieben Schlösser Erlebnistag – Öffentliche Kuratorenführung


In der öffentlichen Führung mit Museumsleiterin Melanie Mehring erhalten die Besucher nicht nur eine Einführung in Goyas erstaunlich aktuellen Zyklus „Die Schrecken des Krieges“, sondern erfahren auch, warum Goya als einer der Wegbereiter der modernen Kunst gilt.


Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.

 





Mittwoch, 4. August, 19 Uhr
„Kriegsbilder nach Goya“, Vortrag von Michael Ebert 


Als Francisco de Goyas Desastres de la Guerra erstmals publiziert wurde, war die Fotografie bereits über 20 Jahre alt. Das neue Medium hatte schnell alle Bereiche des menschlichen Lebens erobert und bereits 1847 waren erstmals Fotografen mit der Kamera in den Krieg gezogen. Ihre realistischen Darstellungen bewaffneter Konflikte verdrängten bald die künstlerischen Interpretationen und dominieren längst unsere Wahrnehmung vom Krieg.


Michael Ebert beleuchtet die Geschichte der Kriegsfotografie von den Anfängen im Amerikanisch-Mexikanischen Krieg bis in die Gegenwart. Der reich bebilderte Vortrag vermittelt nicht nur den Entstehungskontext der wichtigsten Kriegsfotos, sondern geht auch auf den immerwährenden Diskurs zwischen Macht, Manipulation und Zensur ein. Etwas, das auch in der Publikation von Goyas Zyklus eine wichtige Rolle spielte.


Michael Ebert ist Fotograf, Kurator und Dozent für Fotojournalismus an den Hochschulen Hannover und Magdeburg. Aktuell erstellt er das kuratorische Konzept für das neu entstehende Forum Anja Niedringhaus in Höxter.


Eintritt: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro), Museumsvereinsmitglieder frei

 

 Donnerstag, 5. August, 19 Uhr
„Goya und die Folgen“, Vortrag von Sandra Abend


Francisco de Goya hat mit seiner Grafikserie „Die Schrecken des Krieges“ ein beeindruckendes Werk geschaffen. Im Entstehungszeitraum der Radierungen malte der Künstler ebenfalls die beiden großformatigen Gemälde „Der Beginn des Aufstandes am 2. Mai“ und „Die Erschießung der Aufständischen“, die als Diptychon angelegt wurden. Beide Werke entstanden aus der Rückschau, sechs Jahre nach dem Massaker, nachdem Joseph Bonaparte Madrid verlassen hatte und Ferdinand VII. erneut den Thron bestieg.


In dem Bild „Die Erschießung der Aufständischen“, in dem Goya die Opfer zu Helden macht, finden sich bemerkenswerte Anleihen aus den Schrecken des Krieges. Die Erschießung der Aufständischen ist ein hochmodernes Bild, von dem sich Édouard Manets zu seinem Jahrhundertwerk „Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko“ inspirieren ließ. Auch Pablo Picasso, Yue Minjun, Jake und Dinos Chapman und die Gao Brothers adaptierten das Motiv. Der Vortrag soll zeigen, warum Goyas Bilder noch heute so modern und kraftvoll sind und warum nachfolgende Künstler seine Bildideen aufgreifen und neu interpretieren.


Dr. Sandra Abend ist Lehrbeauftragte am Institut für Kunstgeschichte der HHU Düsseldorf und an der Düsseldorfer Kunstakademie. Seit 2019 ist sie für die Bildende Kunst in Hilden verantwortlich und leitet das Wilhelm-Fabry-Museum.


Eintritt: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro), Museumsvereinsmitglieder frei

 

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Aktuelles & Termine

18. Juni 2026
Die Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus wird bis zum 16. August 2026 verlängert. Der Ausstellungsteil in der 'Villa am Palmengarten' schließt bereits 28. Juni. Alle Inhalte der Außenstellen können weiterhin über das Touch Display im Festsaal des Schlosses abgerufen werden. Im Juli finden außerdem zwei weitere öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung statt (Treffpunkt an der Museumskasse): 8. Juli, 15 Uhr 26. Juli, 11 Uhr
17. Juni 2026
20. Juni, 18 bis 22 Uhr Museumssommernacht Am 20. Juni bietet die Museumssommernacht wieder die Möglichkeit die Museen des Landkreises in besonderer Atmosphäre und mit zahlreichen außergewöhnlichen Aktionen zu erkunden. Das Museum im Schloss Bad Pyrmont bietet dieses Jahr ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt: Der Tischbeinsaal wird zum Kino, in dem historische Filme aus Bad Pyrmont vorgeführt werden. „Glück im Glas“ gibt es vom Soroptimist Club Hameln/Pyrmont. In mehreren Kurzführungen erhalten die Besucher Einblicke in die Geschichte Bad Pyrmonts während des Nationalsozialismus). Von 18 bis 20 Uhr haben Kinder die Möglichkeit sich ihr eigenes kleines Schlossgespenst Friedrich zu basteln. Und das Kaffeehaus im Schloss sorgt für das leibliche Wohl. Der Eintritt ist frei. Natürlich lohnt sich an dem Abend auch noch ein Besuch den anderen Museen im Weserbergland. Das vollständige Programm finden Sie unter: www.museen-weserbergland.de  Das Programm 18 bis 20 Uhr "Schlossgespenst Friedrich" - Bastelaktion für Kinder 18 bis 22 Uhr Getränke und Leckereien im "Kaffeehaus im Schloss" "Glück im Glas" vom Soroptimist Club Hameln/Pyrmont Kino im Tischbeinsaal: Historische Filme aus Bad Pyrmont Büchertisch: Spannendes rund um Bad Pyrmont zum Mitnehmen Kurzführungen 18:15 Uhr - Die Etablierung der NS-Diktatur in Bad Pyrmont 19:00 Uhr - Die Bedeutung des Fremdenverkehrs während der NS-Zeit 19:45 Uhr - Die Lazarettstadt Bad Pyrmont 20:45 Uhr - Schule und Jugend im Nationalsozialismus 21:30 Uhr - Jüdisches Leben während des NS in Bad Pyrmont
9. Juni 2026
Wir leben in einer Zeit von multiplen Krisen die bei vielen Menschen auch aufgrund direkter oder indirekter persönlicher Betroffenheit Ängste und Stress auslösen. All diese Ängste sind ein Nährboden für Desinformation, denn häufig werden einfache Antworten auf komplizierte Fragen gegeben. Das kann verlockend sein, sodass die Radikalisierung zur Bewältigungsstrategie wird. Neben einfachen Versprechen zur Problemlösung werden klare Strukturen und Zusammenhalt in einer krisenhaften Zeit geboten. Das Museum im Schloss und die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden laden im Rahmen der Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus zu einer Veranstaltung ein, in der Jorinde Freßonke über die Gefahren von Desinformation in unserer heutigen Zeit aufklärt.  Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
2. Juni 2026
Im Juni bietet das Museum im Schloss drei öffentliche Kuratorenführungen durch die gerade neu eröffnete Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus an. Die Ausstellung beleuchtet erstmals die bis dato nur kaum erforschte Geschichte des Nationalsozialismus in der Kurstadt. Thematisiert werden dabei die historischen Ereignisse und Prozesse Bad Pyrmonts während der nationalsozialistischen Herrschaft. Dazu gehören etwa die politische Radikalisierung, die Machtübernahme mit politischer Gleichschaltung der Gesellschaft, die Rolle der lokalen NS-Elite, der Alltag der Bad Pyrmonter Bevölkerung, die Verfolgung politischer Gegner und religiöser Minderheiten, der Ausschluss jüdischer Menschen aus der rassisch konzipierten nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, Krieg und Zwangsarbeit. In den Führungen erfahren Sie von den Ausstellungsmachern Informatives, Überraschendes und Bewegendes zu Bad Pyrmont in der NS-Zeit. Die öffentlichen Führungen finden am 7. und 28. Juni um 11 Uhr und am 17. Juni um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist die Museumskasse im Schloss. Individuelle Führungen für Gruppen können jederzeit mit dem Museum vereinbart werden. Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studenten und Arbeitslose: 2 €; Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei) Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.
20. April 2026
2. August, 10 Uhr Museum im Schloss feiert am Sieben Schlösser Erlebnistag 500 Jahre Festung Pyrmont mit einer Sonderführung Ab 1526 – vor genau 500 Jahren – ließ Graf von Spiegelberg eine künstliche Insel in einem sumpfigen Gebiet im Pyrmonter Tal aufschütten. Darauf baute er eine Festungsanlage, die die Grafschaft beschützen sollte. Einige Jahre später baute sein Sohn ein erstes Schloss. Ab 1706 entstand ein neues Schloss, in dem sich heute das Museum befindet. Erfahren Sie in der Sonderführung zum 500-jährigen Festungsjubliläum am Sieben Schlösser Erlebnistag Spannendes und Wissenswertes zu Geschichte und Aufbau der Festungsanlage und des Schlosses. Treffpunkt: Museumskasse Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studierende und Arbeitslose: 2 €; Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei)
14. April 2026
Begleitend zu unserer Sonderausstellung entstand in einem generationsübergreifenden Projekt der Pyrmonter Theater Companie das bewegende Hörspiel "Kind, das ist die Zeit!". Am 13. Dezember feierte das Hörspiel seine Premiere im Quäkerhaus und ist nun über den Audioguide des Museums und hier abrufbar. Fast ein Jahr lang haben Bad Pyrmonter jeden Alters an diesem speziellen Hörstück gearbeitet und die Geschichte und ihre Rollen selber entwickelt. SchauspielerInnen der Theater Companie standen als Sprachcoaches und Dramaturgen zur Seite. In dem Hörspiel geht es um eine Geschichte, die in der Kriegszeit in Bad Pyrmont spielt. Anhand eines alten Fotos, dass die Enkelin ihrer Oma ins Seniorenheim mitbringt, verweben sich in der Rückschau der alten Dame die berührende (und wahre) Geschichte einer jüdischen Arztfamilie und einer jungen Krankenschwester, die in einem Lazarett der Kurstadt Dienst leisten muss… Die Musik schuf der Komponist und musikalische Leiter der Pyrmonter Theater Companie, Mathias Weibrich. Bei den Tonaufnahmen waren insgesamt 33 SprecherInnen beteiligt. Im Studio standen dann Profis und Amateure gemeinsam vor den Mikrofonen. Das Ergebnis gibt es nun in einer öffentlichen Präsentation zu hören. Danach kann es u.a. über die Web Seite des Museums angehört werden. Das Projekt wurde gefördert von der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, der Klosterkammer Hannover, dem Landschaftsverband Hameln-Pyrmont und dem Förderverein der Pyrmonter Theatercompanie.