Termine

20. April 2022

9. Mai: Vortrag von Dr. Alfter zum Staatsvertrag Waldecks mit Preußen

Montag, 9. Mai, 19 Uhr

Vortrag von Dr. Dieter Alfter:

100 Jahre Staatsvertrag mit Preußen und Niedersachsen 
(1922-2022). Wohin führt der Weg?


Aus Anlass der Jubiläumsausstellung, die zurückblickt auf die Gründung der Neustadt Pyrmont im Jahr 1720 und den Übergang vom Fürstentum Waldeck-Pyrmont zu Preußen im Jahr 1922 beschreibt, hält der Stadtarchivar Dr. Dieter Alfter am Montag, den 9. Mai 2022 in der Beletage von Schloss Pyrmont einen Vortrag zu folgendem Thema: “100 Jahre Staatsvertrag mit Preußen und Niedersachsen (1922-2022). Wohin führt der Weg?“

 

Es ist zunächst einmal eine Erfolgsgeschichte. Bei den Wahlen vom 16. Oktober 1921 entscheiden sich mehrheitlich die Bürger dieses Kurortes für den Wechsel vom Fürstenhaus Waldeck zum Königreich Preußen. Preußen verspricht nicht nur eine durchdachte und realisierbare Modernisierung des renommierten Kurortes, sondern wird sie auch – gerade, was das Kurzentrum betrifft – in den nächsten 8 Jahren auch realisieren. Beispielhaft der Neubau der Wandelhalle in den Jahren von 1922-24. Vor diesem Hintergrund, auch dem Bau des Leseaalgebäudes, der Arkaden und des Konzerthauses wachsen die Kurgast- und Besucherzahlen erheblich.

 

Nach Ende des Weltkrieges wird Bad Pyrmont ein niedersächsisches Staatsbad, das offiziell ab dem 1. April 1947 auf der Grundlage des preußischen Staatvertrags nun die Verantwortung übernimmt. In der Nachkriegszeit gibt es viele neu Impulse, die die Weiterentwicklung Pyrmonts befördern. Es gibt aber auch deutliche Ideen, um aus diesem Ort einen Lebensquell für vermögende Rentner und Senioren zu machen. Eigentumswohnungen im Kurzentrum sind dabei wichtiger als der Erhalt historischer Bausubstanz. Das gilt nicht nur für Pyrmont, sondern ebenso für die Mehrzahl von Kurorten mit guter medizinischer Versorgung. Gut, dass in dieser Zeit der 70er und 80er Jahre eine Vielzahl von Reha-Kliniken am Rande des Kurzentrums eine neue Klientel von Gästen aufbaut. Gleichwohl gibt es wenig Perspektiven, um diesen berühmten Kurort zu regenerieren. Erst als dezentraler Standort der Expo 2000 in Hannover gelingt ein großer Schritt. Ob wir uns nach dem Jahr 2000 weiterentwickelt haben, soll zu Schluss unter dem Titel „Wohin führt der Weg?“ diskutiert werden.

 

Eintritt:

5 Euro

Museumsvereinsmitglieder frei


keine Anmeldung erforderlich


Corona-Regeln

  • Außerhalb des Sitzplatzes muss eine FFP2-Maske gertagen werden.



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Aktuelles & Termine

18. Juni 2026
Die Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus wird bis zum 16. August 2026 verlängert. Der Ausstellungsteil in der 'Villa am Palmengarten' schließt bereits 28. Juni. Alle Inhalte der Außenstellen können weiterhin über das Touch Display im Festsaal des Schlosses abgerufen werden. Im Juli finden außerdem zwei weitere öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung statt (Treffpunkt an der Museumskasse): 8. Juli, 15 Uhr 26. Juli, 11 Uhr
17. Juni 2026
20. Juni, 18 bis 22 Uhr Museumssommernacht Am 20. Juni bietet die Museumssommernacht wieder die Möglichkeit die Museen des Landkreises in besonderer Atmosphäre und mit zahlreichen außergewöhnlichen Aktionen zu erkunden. Das Museum im Schloss Bad Pyrmont bietet dieses Jahr ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt: Der Tischbeinsaal wird zum Kino, in dem historische Filme aus Bad Pyrmont vorgeführt werden. „Glück im Glas“ gibt es vom Soroptimist Club Hameln/Pyrmont. In mehreren Kurzführungen erhalten die Besucher Einblicke in die Geschichte Bad Pyrmonts während des Nationalsozialismus). Von 18 bis 20 Uhr haben Kinder die Möglichkeit sich ihr eigenes kleines Schlossgespenst Friedrich zu basteln. Und das Kaffeehaus im Schloss sorgt für das leibliche Wohl. Der Eintritt ist frei. Natürlich lohnt sich an dem Abend auch noch ein Besuch den anderen Museen im Weserbergland. Das vollständige Programm finden Sie unter: www.museen-weserbergland.de  Das Programm 18 bis 20 Uhr "Schlossgespenst Friedrich" - Bastelaktion für Kinder 18 bis 22 Uhr Getränke und Leckereien im "Kaffeehaus im Schloss" "Glück im Glas" vom Soroptimist Club Hameln/Pyrmont Kino im Tischbeinsaal: Historische Filme aus Bad Pyrmont Büchertisch: Spannendes rund um Bad Pyrmont zum Mitnehmen Kurzführungen 18:15 Uhr - Die Etablierung der NS-Diktatur in Bad Pyrmont 19:00 Uhr - Die Bedeutung des Fremdenverkehrs während der NS-Zeit 19:45 Uhr - Die Lazarettstadt Bad Pyrmont 20:45 Uhr - Schule und Jugend im Nationalsozialismus 21:30 Uhr - Jüdisches Leben während des NS in Bad Pyrmont
9. Juni 2026
Wir leben in einer Zeit von multiplen Krisen die bei vielen Menschen auch aufgrund direkter oder indirekter persönlicher Betroffenheit Ängste und Stress auslösen. All diese Ängste sind ein Nährboden für Desinformation, denn häufig werden einfache Antworten auf komplizierte Fragen gegeben. Das kann verlockend sein, sodass die Radikalisierung zur Bewältigungsstrategie wird. Neben einfachen Versprechen zur Problemlösung werden klare Strukturen und Zusammenhalt in einer krisenhaften Zeit geboten. Das Museum im Schloss und die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden laden im Rahmen der Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus zu einer Veranstaltung ein, in der Jorinde Freßonke über die Gefahren von Desinformation in unserer heutigen Zeit aufklärt.  Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
2. Juni 2026
Im Juni bietet das Museum im Schloss drei öffentliche Kuratorenführungen durch die gerade neu eröffnete Sonderausstellung „Ein Weltbad wie Pyrmont“ – Kurstadt und Nationalsozialismus an. Die Ausstellung beleuchtet erstmals die bis dato nur kaum erforschte Geschichte des Nationalsozialismus in der Kurstadt. Thematisiert werden dabei die historischen Ereignisse und Prozesse Bad Pyrmonts während der nationalsozialistischen Herrschaft. Dazu gehören etwa die politische Radikalisierung, die Machtübernahme mit politischer Gleichschaltung der Gesellschaft, die Rolle der lokalen NS-Elite, der Alltag der Bad Pyrmonter Bevölkerung, die Verfolgung politischer Gegner und religiöser Minderheiten, der Ausschluss jüdischer Menschen aus der rassisch konzipierten nationalsozialistischen ‚Volksgemeinschaft‘, Krieg und Zwangsarbeit. In den Führungen erfahren Sie von den Ausstellungsmachern Informatives, Überraschendes und Bewegendes zu Bad Pyrmont in der NS-Zeit. Die öffentlichen Führungen finden am 7. und 28. Juni um 11 Uhr und am 17. Juni um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist die Museumskasse im Schloss. Individuelle Führungen für Gruppen können jederzeit mit dem Museum vereinbart werden. Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studenten und Arbeitslose: 2 €; Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei) Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos.
20. April 2026
2. August, 10 Uhr Museum im Schloss feiert am Sieben Schlösser Erlebnistag 500 Jahre Festung Pyrmont mit einer Sonderführung Ab 1526 – vor genau 500 Jahren – ließ Graf von Spiegelberg eine künstliche Insel in einem sumpfigen Gebiet im Pyrmonter Tal aufschütten. Darauf baute er eine Festungsanlage, die die Grafschaft beschützen sollte. Einige Jahre später baute sein Sohn ein erstes Schloss. Ab 1706 entstand ein neues Schloss, in dem sich heute das Museum befindet. Erfahren Sie in der Sonderführung zum 500-jährigen Festungsjubliläum am Sieben Schlösser Erlebnistag Spannendes und Wissenswertes zu Geschichte und Aufbau der Festungsanlage und des Schlosses. Treffpunkt: Museumskasse Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Der Eintritt ins Museum beträgt 4 Euro (Kurgäste und Schwerbehinderte: 3 €; Schüler, Studierende und Arbeitslose: 2 €; Museumsvereinsmitglieder und Gäste mit PyrmontPlus Card: frei)
14. April 2026
Begleitend zu unserer Sonderausstellung entstand in einem generationsübergreifenden Projekt der Pyrmonter Theater Companie das bewegende Hörspiel "Kind, das ist die Zeit!". Am 13. Dezember feierte das Hörspiel seine Premiere im Quäkerhaus und ist nun über den Audioguide des Museums und hier abrufbar. Fast ein Jahr lang haben Bad Pyrmonter jeden Alters an diesem speziellen Hörstück gearbeitet und die Geschichte und ihre Rollen selber entwickelt. SchauspielerInnen der Theater Companie standen als Sprachcoaches und Dramaturgen zur Seite. In dem Hörspiel geht es um eine Geschichte, die in der Kriegszeit in Bad Pyrmont spielt. Anhand eines alten Fotos, dass die Enkelin ihrer Oma ins Seniorenheim mitbringt, verweben sich in der Rückschau der alten Dame die berührende (und wahre) Geschichte einer jüdischen Arztfamilie und einer jungen Krankenschwester, die in einem Lazarett der Kurstadt Dienst leisten muss… Die Musik schuf der Komponist und musikalische Leiter der Pyrmonter Theater Companie, Mathias Weibrich. Bei den Tonaufnahmen waren insgesamt 33 SprecherInnen beteiligt. Im Studio standen dann Profis und Amateure gemeinsam vor den Mikrofonen. Das Ergebnis gibt es nun in einer öffentlichen Präsentation zu hören. Danach kann es u.a. über die Web Seite des Museums angehört werden. Das Projekt wurde gefördert von der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, der Klosterkammer Hannover, dem Landschaftsverband Hameln-Pyrmont und dem Förderverein der Pyrmonter Theatercompanie.